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Edelstahl schneiden mit einem Faserlaser: Der ultimative Leitfaden (2026)

Schneiden von Edelstahl mit einem Faserlaser Sie erhalten eine saubere, glänzende Schneide – vorausgesetzt, Sie verwenden Stickstoff und wählen die richtige Leistung. Edelstahl wird mit Stickstoff geschnitten, um Oxidation zu verhindern, sodass die Schneide sofort weiterverarbeitet werden kann. In diesem Leitfaden erfahren Sie, welches Gas, welche Einstellungen und welche Leistung Sie benötigen.

Schneiden von Edelstahl mit einem Faserlaser

Edelstahl schneiden mit einem Faserlaser: Warum Stickstoff?

Beim Schneiden von Edelstahl mit einem Faserlaser wird Stickstoff verwendet, da dieses Inertgas nicht mit dem Stahl reagiert. Es bläst das geschmolzene Material ohne Oxidation ab und hinterlässt eine saubere Schnittkante. Sauerstoff würde die Kante anlaufen lassen und ist daher für Edelstahl ungeeignet.

Welche Nennleistung ist für welche Edelstahlstärke geeignet?

PowerMaximale Schnittdicke Edelstahl (mit Stickstoff)
1 kW12 mm
2 kW20 mm
3 kW25 mm
4 kW40 mm
6 kW50 mm

Maximale Schnittstärken gemäß MetaQuip FC3015/FC4020-Spezifikation. Die optimale Schnittstärke für hohe Produktionsgeschwindigkeiten ist geringer; die Schnittqualität hängt von Gasdruck, Fokus und Geschwindigkeit ab.

Einstellungen für eine saubere Schneidekante

Für eine saubere Schnittkante beim Schneiden von Edelstahl mit einem Faserlaser ist ein hoher Stickstoffdruck, der richtige Düsendurchmesser und die korrekte Fokussierung relativ zur Plattenoberfläche entscheidend. Zu niedriger Druck oder eine falsche Fokussierung führen zu Graten an der Unterseite.

Häufige Probleme beim Schneiden von Edelstahl

Die häufigsten Probleme sind Gratbildung und ein verfärbter Rand. Grate deuten auf zu niedrigen Gasdruck, eine verschlissene Düse oder eine falsche Fokussierung hin. Verfärbungen weisen auf Oxidation durch unzureichenden Stickstoff- oder Lufteintritt hin. Mit den richtigen Parametern und einer sauberen Düse lassen sich beide Probleme vermeiden.

Edelstahl schneiden in der Praxis

In der Praxis definiert man für jede Materialstärke ein individuelles Rezept: Leistung, Stickstoffdruck, Geschwindigkeit und Fokus. Moderne Faserlaser speichern diese Einstellungen, sodass man schnell und wiederholgenau zwischen verschiedenen Edelstahlstärken wechseln kann, ohne die Parameter neu einstellen zu müssen.

Bearbeiten Sie große Serien oder abwechslungsreiche Aufträge? Dann bestimmt die Kombination aus Leistung und Automatisierung Ihre Durchlaufzeit. Höhere Leistung schneidet dickeres Edelstahlblech schneller, während die automatische Beladung die Produktivität bei Serienbearbeitungen steigert.

Von Edelstahl bis zur richtigen Maschine

Das benötigte Kapital bestimmt teilweise die Investition. Berücksichtigen Sie daher auch Folgendes: welche Laserleistung Sie benötigen, die Wahl Stickstoff oder Sauerstoff als Schneidgas und Was eine Faserlaserschneidmaschine kostet. Weitere Hintergrundinformationen finden Sie unter Wikipedia-Artikel zum Thema Laserschneiden.

Häufig gestellte Fragen

Welches Gas verwenden Sie zum Schneiden von Edelstahl?

Stickstoff. Dieses Edelgas verhindert Oxidation und sorgt für eine saubere, helle Schneide, die Sie sofort weiterbearbeiten oder schweißen können.

Warum verfärbt sich die Schneide beim Schneiden von Edelstahl?

Verfärbungen entstehen durch Oxidation: Unzureichender Stickstoffdruck oder Lufteintritt führen zu Abrieb an der Kante. Höherer Stickstoffdruck und die korrekte Fokussierung beheben das Problem in der Regel.

Bis zu welcher Dicke kann man Edelstahl schneiden?

Gemäß der Spezifikation MetaQuip FC3015/FC4020 sind bis zu 50 mm Materialstärke bei 6 kW mit Stickstoff möglich. Für dünnere Werkstücke ist weniger Leistung ausreichend.